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Lagerung und Verpackung von Äpfeln

Wie bleiben Äpfel frisch?


Äpfel aus heimischem Anbau sind fast das ganze Jahr verfügbar. Nach der Ernte im Herbst kommen sie in so genannte CA-Lager (Controlled Atmosphere). Die kontrollierte Atmosphäre dort hält die Äpfel frisch und verlangsamt ihren Alterungsprozess.


Folgende Bedingungen liegen in CA-Lagern vor:

  • niedrige Temperatur (ein bis vier Grad Celsius)
  • niedriger Sauerstoffgehalt
  • hoher Kohlendioxidgehalt
  • konstante Luftfeuchtigkeit, damit die Früchte nicht austrocknen
Äpfel in Kisten
Foto: © Otmar Smit - Fotolia.com 

In der abgeschlossenen Kühlzelle veratmen die Äpfel den Sauerstoff der Luft. Ist eine Atmung nicht mehr möglich, fallen die Äpfel in einen "künstlichen Schlaft", indem kein weiterer Abbau von Inhaltsstoffen stattfindet. Eine Variante sind die so genannten ULO (Ultra Low Oxygene)-Lager, die extrem wenig Sauerstoff enthalten. Die Äpfel bleiben hier bis weit ins nächste Jahr hinein knackig frisch. In manchen CA-Lagern wird ständig das natürliche "Reifungsgas" Ethylen entfernt, das die Äpfel altern lässt. Auch dadurch bleiben die Äpfel lange frisch und behalten weitgehend ihren Nährstoffgehalt.



Aus dem Lager in die Packung

Der Handel benötigt regelmäßig frische Äpfel. Die Früchte kommen aus den CA-Lagern in angegliederte Verpackungsräume. Moderne Maschinen sortieren die Früchte nach Größe und Qualität und verpacken sie in Steigen (Kisten), Klein- oder Großpackungen.

Äpfel in der Verpackungsanlage
Foto: © paulacobleigh - Fotolia.com

Wichtige Kriterien beim Verpacken sind:

  • Der Inhalt jedes Packstückes muss gleichmäßig sein (bei der Klasse Extra sind alle Äpfel gleichmäßig gefärbt).
  • Die Verpackung muss die Äpfel vor Schäden und Fremdeinwirkung schützen.
  • Das Verpackungsmaterial muss neu und sauber sein.
  • Auf der Verpackung erfolgt die Kennzeichnung

 


Hoher Energieverbrauch durch weite Wege


Rund 40 Kilogramm Äpfel verbraucht im Schnitt jeder Bundesbürger pro Jahr. Gut die Hälfte davon ist Importware, die zunehmend aus fernen Ländern wie Argentinien, Südafrika oder Neuseeland stammt. Dort reifen die Äpfel im März und April, genau zu der Zeit, wenn europäische Lageräpfel knapp werden. Doch Importe aus Übersee benötigen viel Energie. Allein für den Transport neuseeländischer Äpfel nach Deutschland ist dreimal mehr Energie notwendig, als für die Produktion und Lagerung heimischer Äpfel.

Autor: aid infodienst


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