Ökologischer Kartoffelanbau
Wie werden Öko-Kartoffeln angebaut?

©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler
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Die Kartoffel hat im Ökologischen Landbau eine große Bedeutung. Durch die Öko-Richtlinien ist der Anbau aufwändiger als in der konventionellen Landwirtschaft. So dürfen zum Beispiel keine chemischen Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger eingesetzt werden.
Um die Kartoffel mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, können Tier haltende Betriebe Stallmist ausbringen, der im Frühjahr genügend Nährstoffe liefert.
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Eine weitere Möglichkeit der Nährstoffversorgung ist die Gründüngung. Sie ist fester Bestandteil der abwechslungsreichen Fruchtfolgen im Ökologischen Landbau: Alle fünf bis sieben Jahre werden Gründüngungspflanzen wie zum Beispiel ein Gemisch aus Gras und Klee eingesät. Der Klee bindet mithilfe von Bodenbakterien den Luft-Stickstoff, der dann im nächsten Jahr den Folgekulturen – und damit auch im Kartoffelanbau – zur Verfügung steht.
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Gründüngung Ackersenf
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Auch die Gründüngung hat ihren Preis, da der Landwirt in diesem Jahr auf die Ernte und damit den Erlös anderer Ackerfrüchte verzichtet. Die Gründungung reichert den Boden jedoch nicht nur mit Nährstoffen, sondern auch mit Humus an und trägt damit zur Erhaltung der Bodenqualität bei.
Mit der Hacke gegen Unkraut

Häufeln der Kartoffeldämme zur Beikrautregulierung (©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler)
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Da im ökologischen Kartoffelanbau keine chemischen Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter – so genannte Herbizide – eingesetzt werden dürfen, muss der Landwirt versuchen, die Unkräuter durch drei- bis viermaliges Hacken einzudämmen. Dazu gibt es verschiedene Hacken und Striegel, die am Schlepper angebaut werden und das Unkraut ausreißen. Wichtig ist auch hier, dass die Unkrautpflanzen nicht zu groß sind, sonst wachsen sie nach dem Hacken wieder an.
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Weniger Pflanzenschutz - mehr Risiko
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Da keine chemischen Pflanzenschutzmittel gegen Krankheiten und Schädlinge eingesetzt werden dürfen, ist der ökologische Kartoffelanbau von großen Ertragsschwankungen gekennzeichnet. Wichtigste Krankheit ist auch im Ökolandbau die Kraut- und Knollenfäule. Hier versucht man, zum Beispiel mithilfe des Vorkeimens, die Kartoffeln möglichst weit entwickelt zu pflanzen. Auch der Anbau in windoffenen Lagen und das Anlegen der Dämme in der Hauptwindrichtung können helfen: Die Pflanzen trocknen nach Niederschlägen schneller ab und sind damit weniger empfindlich gegen Pilzbefall. Außerdem kann sich der Pilz in trockenem Kraut nicht so schnell ausbreiten.
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Biologisches Pflanzenstärkungsmittel als Trockenbeize für Pflanzkartoffeln (©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan)
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Die Sortenwahl unterscheidet sich nicht vom konventionellen Anbau, da gesunde Sorten für alle Landwirte wichtig sind. Meist werden jedoch mehrere Sorten getrennt voneinander auf verschiedenen Teilstücken angebaut. Bei einem Befall mit Krankheitserregern kann auf diese Weise aufgrund der unterschiedlichen Sorteneigenschaften einem Totalausfall vorgebeugt werden. Die Technik des Pflanzens, der Ernte und Lagerung sind beim Öko- und konventionellen Landbau weitgehend gleich.
Autorin: Natascha Kreuzer