Die Anti-Matsch-Tomate war in den USA kein Erfolg
Gibt es in Deutschland gentechnisch veränderte Tomaten?
In Deutschland ist die Herstellung gentechnisch veränderter Tomaten bislang verboten. Durch genetische Veränderung sollen zum Beispiel längere Haltbarkeit, höhere Widerstandskraft gegen Insekten und Chemikalien erzielt werden.
Die „Anti-Matsch-Tomate" war eine der ersten gentechnisch veränderten Pflanzen. Sie wurde im Mai 1994 unter der Bezeichnung Flavr-Savr-Tomate in den USA zugelassen. Sie sollte eine höhere Festigkeit besitzen, sodass sie in reifem Zustand geerntet werden und trotzdem den Transport schadlos überstehen kann. Die Markteinführung war jedoch wenig erfolgreich, denn der Geschmack der Anti-Matsch-Tomate entsprach nicht den Erwartungen der amerikanischen Verbraucher. Die gentechnisch veränderte Tomate wurde wieder vom Markt genommen. Heute kommen in den USA gentechnisch veränderten Tomaten nur verarbeitet als Konzentrat, Püree oder Ketchup auf den Markt.
Warum werden Tomaten gentechnisch verändert?
Ziele der gentechnischen Tomatenzüchtung sind:
- längere Haltbarkeit
- höhere Widerstandskraft (Resistenz) gegen Schadinsekten und Viren
- höhere Widerstandskraft gegen Unkrautvernichtungsmittel (Herbizidresistenz)
- veränderte Inhaltsstoffe, zum Beispiel die Steigerung des Carotinoidgehalts, Senkung des Wassergehalts und Erhöhung des Pektingehalts. Aus diesen Tomaten lässt sich viel billiger Tomatenmark herstellen.
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Gentechnisch veränderte Tomaten haben eine höhere Festigkeit |
Bisher ist der
Anbau gentechnisch veränderter Tomaten in der EU nicht zugelassen, aber die
Vermarktung gentechnisch verarbeiteter Tomatenprodukte ist zu erwarten. Ketchup, Tomatenmark und Tomatenkonserven werden die ersten Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen sein, die in der EU genehmigt werden. Eine entsprechende Kennzeichnung ist dann verbindlich vorgeschrieben.