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Ist Schweinefleisch gesund?
Hallo
Ich versuche sehr auf Gesunde Ernährung zu achten, und esse bei Fleisch überwiegend Geflügel, hin und wieder mal Rind und noch seltener Schweinefleisch.
Nun habe ich gelesen das Schweinefleisch nicht so gesund sein soll, wieso ist das so, da es bei Schweinefleisch ja auch Fettarme Teile mit ca. 3% Fett gibt, wundert mich das.
Wie oft inder Woche oder Monat ist Schweinefleisch oki?
LG Dani
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,
prima, dass Sie auf eine gesunde Ernährung achten! Fleisch gehört zu einer gesunden Ernährung durchaus dazu. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden etwa 300-600 g Fleisch und Fleischwaren empfohlen.
Es gibt keine konkreten wissenschaftliche Belege dafür, dass Schweinefleisch weniger gesund ist als anderes Fleisch. Es gibt allerdings Hinweise, dass ein hoher Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren das Risiko für Dickdarm- und Rektumkrebs erhöht. Man unterscheidet zwischen rotem Fleisch (Schwein, Rind, Schaf), Fleischwaren (z.B. Wurst, Schinken, Pökelwaren) und weißem Fleisch (Fisch, Geflügel). Es gibt dagegen keine Hinweise, dass der Verzehr von weißem Fleisch das Krebsrisiko erhöht. Im Gegenteil: Ein hoher Verzehr von Fisch scheint sogar vor Dickdarmkrebs zu schützen.
Die Mechanismen für den Risiko erhöhenden Effekt von rotem Fleisch und Fleischwaren sind nicht geklärt. Es wird vermutet, dass die Zubereitung eine Rolle spielt. Beim scharfen Braten und Grillen können sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und heterozyklische Amine entstehen. Diese Verbindungen zeigten im Tierversuch eine Krebs erregende Wirkung. Zudem wird vermutet, dass das in rotem Fleisch vorkommende sogenannte Häm-Eisen am Krebsentstehungsprozess beteiligt ist.
Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden 2-3 Portionen Fleisch pro Woche empfohlen, wobei fettarme Produkte bevorzugt werden sollten.
Weitere Informationen zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung finden Sie in der
und in der aid-Broschüre
Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin













