Expertenforum: Allergien vorbeugen «zurück
Start Beikost, LActoseintoleranz
Guten Tag,
ich habe einige Fragen und ich hoffe das Sie mir helfen können.
Thema BEikost:
1. ISt es wirklich norwendig mit dem MIttagsbrei zu starten?? ISt es nur wegen den Blähungen und Bauchschmerzen ,die auftreten können oder geht es dabei hauptsächlich um den Eisengehalt, der in der MUMI abnimmt und man deswegen mit dem MIttagsbrei anfängt.
Ich meine HIrse enthält doch auch viel Eisen, man könnte doch dann beliebig mit irgendeinen Brei starten, oder??
THema Kuhmilch:
Was ist mit Kuhmilch?? Wie sind denn nun die neusten Empfehlungen? HAbe gehört, da es immer mehr zu ALlergien kommt, könnte man KUhmilch auch schon im ersten geben.
Ab wann kann man Kuhmilch geben und wielange sollte man die verdünnen? UNd in welchem Verhältnis soll man die verdünnen??
Thema LActoseintoleranz:
Welche Alternativen in der Säuglingserbnährung gibt es??
VIelen Dank für Ihre Antworten
lg
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Zu Ihrer 1. Frage: Beikost - Mittagsbrei
Für eine ausreichende Versorgung Ihres Kindes mit allen wichtigen Nährstoffen wird empfohlen mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei am Mittag zu starten. Jede der empfohlenen Beikostmahlzeiten hat ein spezielles Nährstoffprofil. Der Mittagsbrei (Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei) ist eine gute Quelle für Eisen, Zink, essentielle Fettsäuren und Vitamine. Nach sechs Monaten Muttermilch sind die Eisenspeicher des Babys leer und müssen deshalb möglichst als erstes über die Nahrung wieder gefüllt werden. Das Fleisch im Mittagsbrei liefert für das Baby sehr gut verwertbares Eisen. Generell ist es so, dass Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser verfügbar ist als Eisen pflanzlicher Herkunft (z.B. in Hirse). Zur Verbesserung der Eisenverfügbarkeit aus pflanzlichen Lebensmitteln sollten Sie etwas Obstsaft oder Obstmus unter den Brei rühren, denn das darin enthaltene Vitamin C erleichtert die Eisenverwertung. Tipps zur Einführung und Zubereitung der Beikost finden Sie auf folgender Seite des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE):
Zu Ihrer 2. Frage: Kuhmilch
Kuhmilch sollte zum ersten Mal im Rahmen des Vollmilch-Getreide-Breis gegeben werden. Dieser Brei wird ab dem 6. Monat, nach Einführung des Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis eingeführt. Laut den neuen Leitlinien zur Allergieprävention ist die Gabe der Kuhmilch wichtig, damit der Organismus Ihres Babys eine Toleranz gegen die Eiweiße der Kuhmilch entwickeln kann. Anfangs sollte bei Kindern mit Allergierisiko die Milch verdünnt werden und das Kind nach dem Brei noch gestillt werden bzw. Säuglingsmilch bekommen. Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen in welchem Verhältnis die Milch verdünnt werden soll. Fangen Sie am besten mit einer kleinen Menge an z.B. 30-50 ml und steigern Sie langsam die Menge.
Zu Ihrer 3. Frage: Laktoseintoleranz
Bei einer Laktoseintoleranz muss zunächst von einem Arzt abgeklärt werden, ob noch eine Restaktivität des Laktose-spaltenden Enzyms Laktase vorhanden ist. In diesem Fall können Sie dann auf eine laktosefreie Kuhmilch (in Reformhäusern erhältlich) ausweichen. Bei Säuglingen würde man eine kuhmilchfreie Milch einsetzen z.B. Neocate oder Pregomin.
Weitere interessante Informationen zum Thema Ernährung von Säuglingen finden Sie in folgender Broschüre des aid
sowie auf folgenden Seiten in unserer Rubrik spezielle Ernährungsinfos
spezielle Ernährungsinfos: Säuglinge
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin













