Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Salzreiche Kost erhöht das Risiko
(aid) – Wer mit der Nahrung zu viel Salz aufnimmt, hat offenbar ein höheres Risiko für Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So lautet das Fazit einer italienisch-britischen Untersuchung, für die dreizehn Studien der vergangenen vier Jahrzehnte ausgewertet wurden. Die mehr als 170.000 Probanden stammten aus den USA, Japan, Finnland, den Niederlanden, Schottland und Taiwan. In den westlichen Staaten wird gerne zum Salzstreuer gegriffen: Die Menschen nehmen in der Regel zehn Gramm Salz pro Tag mit der Nahrung auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt nur höchstens sechs Gramm. In osteuropäischen Ländern und in Asien ist der Verbrauch häufig noch höher. Wird der Salzkonsum um fünf Gramm pro Tag eingeschränkt, sinkt das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um 14 Prozent und die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall sogar um 23 Prozent. Weltweit ließen sich auf diese Weise bis zu 4,25 Millionen Todesfälle im Jahr verhindern, rechnen die Wissenschaftler vor. Denn eine salzreiche Kost treibt nicht nur den Blutdruck in die Höhe, sondern beeinträchtigt auch die Elastizität der Blutgefäße sowie die Herz- und Nierenfunktion. Dabei ist salzarm essen nicht schwer. Besonders wichtig ist, bei Tisch nicht nachzusalzen. Zum Abschmecken der Speisen lassen sich statt fertiger Würzmischungen frische Kräuter verwenden.
Quelle: British Medical Journal (BMJ), Online-Vorabveröffentlichung (doi:10.1136/bmj.b4567) vom 24. November 2009
Mehr Tipps für eine salzarme Kost finden Sie in der Rubrik „Ernährungstipps bei Krankheiten“.