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D wie DDT

DON

Deoxynivalenol. Fusarientoxin, das in allen Getreidearten auftreten kann, besonders in Mais und Weizen. Es ist zwar weder Erbgut schädigend noch Krebs erregend, wirkt jedoch beim Menschen häufig akut toxisch mit Erbrechen, Durchfall und Hautreaktionen nach Aufnahme kontaminierter Nahrung. Außerdem können Störungen des Immunsystems und dadurch erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten auftreten. DON wird hauptsächlich mit Getreide und Getreideprodukten aufgenommen, vor allem mit Produkten aus Hartweizen wie Nudeln. Die Belastung von Cerealien und Getreideprodukten mit DON ist jedoch in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Nach der EG-Verordnung  856/2005 gelten  DON-Höchstgehalte für bestimmte Getreide und Getreideprodukte.


DDT

Dichlordiphenyltrichlorethan. Insektizid, das in der Bundesrepublik seit den 1970er-Jahren und inzwischen auch fast weltweit verboten ist. DDT wurde nicht nur im Pflanzenschutz eingesetzt, sondern auch zur Bekämpfung von schweren Krankheiten des Menschen durch Bekämpfung der Überträger-Insekten der Malaria (Anophelesmücke), der Schlafkrankheit (Tsetse-Fliege) und des Fleckfiebers (Kleiderlaus). Für die Entdeckung der insektiziden Wirkung erhielt der Schweizer Chemiker Paul Müller 1948 den Nobelpreis für Medizin. Gründe für das Verbot von DDT waren die Persistenz (= Beständigkeit) und die Anreicherung, die zu ökologischen Schäden führten (z. B. zu dünne Eierschalen bei verschiedenen Vögeln). Zwar nehmen die Konzentrationen der Organochlorverbindungen in Lebensmitteln kontinuierlich ab. Doch bis heute können DDT und andere Organochlor-Vertreter  in fetthaltigen Nahrungsmitteln und Muttermilch nachgewiesen werden. Im Rahmen des „Nationalen Rückstandskontrollplans für Lebensmittel tierischen Ursprungs“ aus 2006  fanden sich in etwa 12 Prozent aller Wildschweinproben Organochlorverbindungen oberhalb der Höchstgehalte; im Lebensmittel-Monitoring 2007 fanden sich nur noch in 3,5 Prozent aller Proben Überschreitungen von Höchstmengen. Empfehlung: Bei älteren Tieren sollten die inneren Organe und fettreichen Gewebe nicht mitgegessen werden, da sich hier die Organochlor-Kontaminanten wie DDT besonders anreichern.


Dioxine

Polychlorierte Dibenzodioxine/-furane. Stoffgruppe aus 210 Einzelsubstanzen, die zu den Organochlorverbindungen zählen. In diese Gruppe gehört auch die hoch giftige Substanz TCDD, die 1976 durch einen Chemieunfall in Norditalien als „Seveso-Gift“ bekannt wurde. Dioxine und Furane entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei einer Vielzahl von Verbrennungsprozessen, beispielsweise bei der Verbrennung von behandeltem Holz und Verpackungsmaterial. Die Dioxinkonzentration in der Abluft aus Kaminen und Kachelöfen in Haushalten kann den für Müllverbrennungsanlagen geltenden Grenzwert um ein Vielfaches übersteigen. Weitere Quellen sind industrielle Prozesse. Dank geänderter Herstellungsverfahren und strenger Vorschriften für Müllverbrennungsanlagen ist die geringe Umweltbelastung mit Dioxinen und Furanen weiter zurückgegangen. 90 Prozent der Dioxinbelastung des Menschen geht auf Lebensmittel hauptsächlich tierischen Ursprungs zurück. Die Aufnahme durch die Nahrung bei einer normalen Mischkost ist in der Bundesrepublik jedoch nach heutigem Kenntnisstand ohne Bedeutung für die Gesundheit. Das Lebensmittel-Monitoring 2007 bestätigte die grundsätzlich geringe Belastung der Mehrheit der untersuchten Lebensmittel an Dioxinen. Lediglich in Wildschweinfettgewebe und vereinzelten Aalproben zeigten sich hohe Konzentrationen. Zur Klärung der Ursachen sind hinsichtlich der Gehalte in Aal Untersuchungen mit höheren Probenzahlen vorgesehen. Dioxinverbindungen können unspezifische Schädigungen von Leber, Zentralnerven-, Hormon- und Immunsystem verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Dioxin als Krebs erregend eingestuft. Zum Schutz des Verbrauchers legt die EG-Kontaminantenverordnung 1881/2006 Höchstgehalte für Dioxine in Fleisch, Fisch, Milch, Eiern sowie Ölen und Fetten fest.

Stand: 01.02.2010


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