Erucasäure
Fettsäure, die im Öl mancher Samen enthalten ist. Durch Züchtung wurde der von Natur aus sehr hohe Gehalt in Raps deutlich gesenkt. Rapsöl darf mittlerweile nur noch weniger als zwei Prozent Erucasäure enthalten. Dank moderner Züchtungsmethoden enthalten die heutigen Rapssorten nur noch 0,1 Prozent Erucasäure. Erucasäure lagert sich im Herzmuskel ab und kann in großen Mengen zu Schädigungen führen.
ESBO
Epoxidiertes (stabilisiertes) Sojaöl, das als Weichmacher und Stabilisator für PVC und damit auch in der Dichtungsmasse von Deckeln eingesetzt wird. Eine Gesundheitsschädliche Wirkung durch den Weichmacher ESBO ließ sich aus bisher vorliegenden Untersuchungen nach Aussagen des BfR aus 2007 nicht ableiten.
Estragol und Methyleugenol
Estragol und Methyleugenol kommen als natürliche Aromastoffe in zahlreichen Gewürzen und Kräuterdrogen vor, die z. B. folgenden Pflanzen entstammen: Estragon, Basilikum, Bitterfenchel- und Süßfenchel-Früchte, (Stern-)Anis, Muskatnuss, Piment und Lemongras. Beide Stoffe zeigen in Tierversuchen Krebs auslösende und Erbgut schädigende Wirkungen. Untersuchungen, die eine konkrete Gesundheitsgefährdung beim Menschen belegen, liegen bisher nicht vor. Aus Vorsorgegründen empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Verbrauchern, den dauerhaften und regelmäßigen Verzehr der genannten Gewürze und Kräuterteedrogen, der über den gelegentlichen Einsatz in der Küchenpraxis hinausgeht, einzuschränken. Untersuchungen von Fencheltee ergaben jedoch, dass nur ein kleiner Anteil der Aromastoffe tatsächlich in den Tee-Aufguss gelangt.
Stand: 01.02.2010