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Kirschen
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F wie Fluorchinolone

Flammschutzmittel

Polybromierte Diphenylether


Fluorchinolone

Antimikrobiell wirksame Substanzen. Die Antibiotika werden seit 1983 bei Menschen zur Behandlung von Harnwegsinfekten, Atemwegs- und sexuell übertragbaren Erkrankungen angewendet. Sie gelten als Reserveantibiotika, wenn die Keime gegen andere Substanzen resistent sind. Seit Ende der 1980er-Jahre werden Fluorchinolone in der Tiermedizin bei Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Krankheiten eingesetzt, die vorbeugende Anwendung ist verboten. Seit über zehn Jahren ist unter anderem bei Salmonellen und Campylobacter ein Anstieg der Resistenz gegen diese Antibiotika zu beobachten. Resistente Keime kommen sowohl in Lebensmitteln als auch in der Umwelt vor.


Formetanat

Pflanzenschutzmittelwirkstoff, der im Frühjahr 2008 in Erdbeeren nachgewiesen wurde. Bei Kindern führt die geschätzte Aufnahmemenge auf Basis der nachgewiesenen Rückstände zu einer Überschreitung der Akuten Referenzdosis. Das BfR schließt jedoch eine akute Gesundheitsgefährdung für Kinder durch den Verzehr der Erdbeeren aus, da der Sicherheitsabstand zwischen der gerade noch unwirksamen Dosis im Tierversuch und den geschätzten Verzehrmengen als hoch genug bewertet wird. Empfehlung: Möglichst heimisches und saisonal verfügbares Obst verzehren.


Fumonisine

Erst seit 1988 bekannte Gruppe von Schimmelpilzgiften (Mykotoxine, Fusarientoxine), die vor allem in importiertem Mais und Maisprodukten gefunden wurde. Fumonisine können die Lunge und das Nervensystem schädigen. Außerdem wurde im Tierversuch eine Krebs erzeugende Wirkung nachgewiesen. EU-weit sind Höchstgehalte für Mais und Maisprodukte in der Verordnung 1126/2007 geregelt.


Fungizide

Mittel zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten wie Mehltau, Rost, Grauschimmel oder Schorf. Fungizide werden im Acker-, Wein-, Obst- und Gemüsebau sowie in Zierpflanzenbau und Baumschule verwendet. Für den Haus- und Kleingarten sind ebenfalls spezielle Präparate zugelassen. Fungizide kommen im Erwerbsanbau sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland zur Anwendung und sind dort häufig unverzichtbar. Die Entwicklung moderner Wirkstoffe hat dazu beigetragen, den Fungizideinsatz zu reduzieren. Beispiele für wichtige Fungizidwirkstoffe sind Boscalid, Azoxystrobin, Metalaxyl-M, Mancozeb und Metiram. Erhöhte Anforderungen bezüglich der Wirkung auf Umwelt, Mensch und Tier haben dazu geführt, dass viele alte Wirkstoffe in den letzten Jahren die Zulassung verloren haben und somit deren Einsatz verboten wurde. Der Inlandsabsatz von Fungiziden betrug im Jahr 2008 knapp 35 Prozent vom gesamten Pflanzenschutzmittelabsatz in Deutschland.


Fusarientoxine

Fusarien sind Schimmelpilze, die Getreide (Weizen, Roggen, Mais) bereits während des Wachstums am Halm befallen und dabei ihre Stoffwechselprodukte in die Getreidekörner abgeben. Diese Fusarientoxine (Pilzgifte, Mykotoxine) wirken zellschädigend und beeinträchtigen das Immunsystem. Neben den bekannten Fumonisinen gehören auch Deoxynivalenol (DON), Zearalenon und Moniliformin zu den Fusarientoxinen. Die EG-Kontaminantenverordnung 1881/2006 legt Höchstgehalte für DON und Zearalenon in Getreide und Getreideprodukten fest. Höchstgehalte für Fusarientoxine in  Mais und Maisprodukten sind in der EU-Verordnung 1126/2007 geregelt.


Furan

Nicht zu verwechseln mit den kurz als "Furane" bezeichneten Dibenzofuranen – ist eine  farblose, leicht flüchtige Flüssigkeit, die sich im Tierversuch als Krebs erregend und Erbgut schädigend erwiesen hat. Furan entsteht durch die Zubereitung von Speisen und Getränken, Einzelheiten über die Bildung im Lebensmittel sind jedoch derzeit noch nicht geklärt. Bisher wurde es sowohl nach dem Kochen als auch nach dem Braten, Backen und Rösten in einer großen Zahl unterschiedlicher Lebensmittel (u. a. in Gemüse- und Fleischkonserven, Gläschennahrung, Kaffee und Brot) nachgewiesen. Einen Schwellenwert, bei dem ein Gesundheitsrisiko ausgeschlossen werden kann, gibt es nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für Furan nicht. Derzeit bemüht sich das BfR um die Entwicklung einer sicheren und zuverlässigen Analysenmethode, um die Belastung von Lebensmitteln zu messen.


Furane

= polychlorierte Dibenzofurane,  Dioxine


Furocumarine

Natürlicher Inhaltsstoff u.a. in Sellerie, Pastinaken und Petersilie. Die hitzestabilen Stoffe wirken phototoxisch. Bereits mit einer großen Mahlzeit von gekochtem Sellerie (etwa 450 Gramm) können so viel Furocumarine in den Körper gelangen, dass eine normal empfindliche Haut schon nach kurzzeitiger Sonnenbestrahlung mit sonnenbrandähnlichen Symptomen reagiert, die sehr lange anhalten können.

Stand: 01.02.2010


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