H wie Herbizide
Herbizide
Unkrautvernichtungsmittel, die überwiegend im Ackerbau, aber auch im Gemüsebau angewendet werden. Sie hatten 2005 einen Anteil von etwa 40 Prozent am Gesamtabsatz von Pflanzenschutzmitteln. Sie zählen nicht nur zu den mengenmäßig am meisten aufgebrachten Pflanzenschutzmittelwirkstoffen; sie werden, so zeigen die Lebensmittelmonitoring-Berichte 2005 und 2006, auch häufig als Rückstände in Gemüse bestimmt. Bei nahezu jedem dritten nachgewiesenen Wirkstoff handelt es sich um ein Herbizid. Hinsichtlich Höchstmengenüberschreitungen und möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit spielen sie allerdings eine untergeordnete Rolle, so das BVL.
Heterozyklische aromatische Amine
Im Tierversuch Krebs erregende und Erbgut schädigende Verbindungen. Sie entstehen beim Erhitzen von Fleisch, Fleischextrakt und Fisch unter anderem aus Kreatin, einem natürlichen Muskelbestandteil. Die gebildeten Mengen sind abhängig von Temperatur und Dauer des Erhitzens. Hohe Konzentrationen weist neben der Kruste von gebratenem Fleisch und Fisch vor allem der Bratrückstand in der Pfanne auf.
Histamin
Biogenes Amin, das beispielsweise beim Verderb von Fisch entsteht. Verdorbene Makrelen und Tunfische können extrem hohe Histamin-Konzentrationen enthalten. Vergiftungserscheinungen wie Hautrötungen, Quaddelbildung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle oder Atemnot treten kurz nach der Mahlzeit auf. Histidinreiche frische Fische dürfen keinesfalls mehr als 200 mg/kg enthalten; gereifte Fischerzeugnisse (zum Beispiel Matjes) nicht mehr als 400 mg/kg. Vor allem Tunfischgroßgebinde, die in Gaststätten nicht hinreichend kühl gelagert wurden, zeigten in vereinzelten Untersuchungen aus 2007 stark erhöhte Werte (über 6.600 mg Histamin/kg).