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T wie Thallium

Teflon

Markenname für Polytetrafluorethylen (PTFE), verwendet als Antihaftbeschichtung für Kochgeschirr. PTFE kann zu einem Gesundheitsrisiko werden, wenn die Beschichtung überhitzt. Erst bei Temperaturen über 360° Celsius entstehen für den Menschen giftige Dämpfe. Um eine Überhitzung zu vermeiden, sollten beschichtete Pfannen und Töpfe nie länger als drei Minuten ohne Gargut erhitzt werden. Bei Induktionsherden sind die Aufheizzeiten wesentlich geringer, hier ist Vorsicht geboten. Giftige Dämpfe aus Teflonzersetzungen verursachen grippeähnliche Symptome. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch besteht kein Risiko, auch dann nicht, wenn sich kleinste Partikel aus erkratzten Beschichtungen lösen und mit verzehrt würden. Da sie unverdaut wieder ausgeschieden werden, lösen sie keine Reaktionen aus, so das BfR.


Tetrodotoxin

Nervengift aus Fortpflanzungsorganen und Lebern von Kugel- und Igelfischen, die in asiatischen Ländern und an der Westküste der USA gegessen werden. Das Inverkehrbringen von diesen giftigen Fischen und Erzeugnissen daraus ist in Deutschland verboten. In Japan dürfen sie nur von Personen zubereitet werden, die eine besondere Lizenz besitzen. Vergiftungen äußern sich in Erbrechen und starkem Blutdruckabfall, schon während der Mahlzeit kann der Tod eintreten. In Japan sterben jährlich etwa 100 Personen durch unsachgemäß zubereiteten "Fugu".


Thallium

Schwermetall, das insbesondere mit Emissionen von Zementwerken in die Umwelt gelangt, wenn Thallium-haltiges Erz verwendet wird. Seit die Kontaminationsquellen beseitigt wurden, wird der als unbedenklich geltende Wert von 0,1 mg/kg in Lebensmitteln tierischer Herkunft kaum noch überschritten. Lediglich in Raps, Grünkohl und Mineralwasser werden teilweise noch hohe Werte gefunden. Personen, die in stärker belasteten Gegenden leben oder durch ihren Beruf mit Thallium in Kontakt kommen, sollten nur Mineralwässer trinken, die weniger als 2 Mikrogramm Thallium pro Liter enthalten.


Thyreostatika

Tierarzneimittel, die die Schilddrüsenfunktion hemmen. Dadurch wird der Energieverbrauch gesenkt und eine höhere Gewichtszunahme erreicht. Diese ist jedoch vor allem auf Wassereinlagerung zurückzuführen, so dass das Fleisch wässrig wird. Der Einsatz von Thyreostatika ist in der EU seit 1981 verboten. Vorher wurden sie vor allem als Masthilfsmittel bei Jungbullen eingesetzt.


Tierarzneimittel

Zur Gesunderhaltung von Nutztieren werden Präparate eingesetzt, die einer Zulassungspflicht unterliegen und für die Wartezeiten zwischen der Verabreichung an das Tier und der Lebensmittelgewinnung (Schlachtung, Milchentzug) festgelegt werden. Besonders häufig angewendet werden antimikrobiell wirksame Substanzen (Antibiotika, Chemotherapeutika), da sich in der Intensivhaltung von Tieren Infektionskrankheiten leicht ausbreiten können. Weitere wichtige Arzneimittelgruppen sind Stoffe mit hormoneller Wirkung (Sexualhormone, Thyreostatika), Beta-Agonisten und Beruhigungsmittel. Bei der Fischzucht in Teichwirtschaften ist das mitlerweile verbtene Malachitgrün von Bedeutung.


Toxoplasmose-Erreger

Einzellige Parasiten, die über Katzenkot auf pflanzliche Lebensmittel (z. B. Blattsalat, Beeren) oder über das Tierfutter in das Fleisch von Masttieren gelangen, wo sie lebensfähige Dauerformen bilden können. Toxoplasmose-Erreger sind jedoch recht empfindlich und werden durch Erhitzung, Tiefgefrieren oder während der Reifung von gepökelten Fleischerzeugnissen abgetötet. Die Infektion des immungesunden Erwachsenen verläuft meistens ohne Symptome. Etwa jeder zweite Deutsche besitzt Antikörper gegen Toxoplasma gondii, war also bereits einmal mit dem Parasiten infiziert. Wenn die Infektion jedoch erstmalig während oder kurz vor einer Schwangerschaft stattfindet, kann es zur Übertragung des Parasiten auf das Kind im Mutterleib kommen. Diese so genannte intrauterine Infektion kann schwer wiegende Folgen für das Kind haben, wie z. B. einen Augenschaden (Blindheit) oder einen Gehirnschaden (Wasserkopf).



Tipps

  • Schwangere sollten rohes Fleisch meiden und stattdessen durchgegartes Fleisch und unter Erhitzung hergestellte Fleischwaren bevorzugen. Pflanzliche Lebensmittel, die nicht erhitzt werden, sollten gründlich gewaschen beziehungsweise geschält werden.
  • Gesalzenes, gepökeltes oder getrocknetes Fleisch wie Rohschinken oder Salami gilt gemeinhin als sicher. Nur unter bestimmten Produktionsbedingungen kann infektiöses Material enthalten sein.

Trichinellen

Früher Trichinen genannt, sind Fadenwürmer, die in Haus- und Wildtieren wie Hausschwein, Wildschein, Marderhund und Fuchs vorkommen. Trichinellen können zu schweren Erkrankungen beim Menschen führen. Eine Infektion erfolgt durch den Verzehr von rohem oder ungenügend zubereitetem trichinösen Fleisch oder daraus hergestellten Produkten wie Salami oder Rohschinken. Die Infektion ist sehr selten und in Deutschland sowohl bei Tieren als auch Menschen meldepflichtig. Mastschweinebestände sind heute so gut wie Trichinella-frei. Größere Ausbrüche gingen in den letzten Jahren entweder auf „importierte“ Erkrankungen oder von Schweinen aus, die in Freilandhaltung leben und sich an Wildtieren infiziert hatten. 2006 wurden 22 Trichinellose-Fälle beim Menschen an das Robert-Koch-Institut gemeldet.


Triclosan

Biozid, das lange Zeit ausschließlich als Desinfektionsmittel in Krankenhäusern und Arztpraxen angewendet wurde. Seit einigen Jahren wird es aber auch zunehmend in Haushaltsreinigern, Zahnpasten, Deodorants, Seifen, Textilien und anderen Bedarfsgegenständen angewendet. Diese breite Verwendung bewertet das BfR kritisch, da sie die Resistenzbildung von Bakterien fördern und das wirkungsvolle Mittel im medizinischen Anwendungsbereich wirkungslos machen könnte. Verbraucher sollten auf biozidhaltige Reiniger und Produkte im Hausalt verzichten. Im Lebensmittel-Monitoring 2006 konnte Triclosan nur selten nachgewiesen werden.

 

Stand: 01.02.2010


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