Erhitzen, auftauen, garen: Mikrowellen in privaten Küchen
Für wen lohnt sich eine Mikrowelle?
Sie ist schnell, praktisch und entspricht dem Zeitgeist. Im Mikrowellengerät, kurz: Mikrowelle, wird binnen kürzester Zeit eine warme Mahlzeit fertig. Schon in den 60er Jahren waren die Geräte auf dem Markt, seit den 90ern haben sie sich durchgesetzt und stehen heute in 70 von 100 deutschen Küchen.
Sinnvoll eingesetzt, kann die Mikrowelle gegenüber Kochstelle und Backofen nicht nur Zeit, sondern auch Energie sparen. Besonders für Singles oder Familien, in denen nicht alle Mitglieder gleichzeitig essen, sind die kleinen Geräte nützlich. Sie eignen sich außerdem, um Babynahrung zu erwärmen.
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Foto: Sharp Electronics (Europe) GmbH
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Wie benutze ich mein Mikrowellengerät?
Zu beachten sind in jedem Fall ein paar Regeln:
- Nur geöffnete Behältnisse in das Mikrowellengerät stellen. In fest verschlossenen Gefäßen könnte sich ein Überdruck aufbauen und diese zum Platzen bringen!
- Damit die Speisen nicht austrocknen oder spritzen, mit Abdeckhaube oder Teller abdecken.
- Zum Erhitzen von Flüssigkeiten, zum Beispiel Milch oder Wasser, immer einen Löffel ins Gefäß stellen. Sonst können Flüssigkeiten plötzlich explodieren oder spritzen, sobald man sie aus der Mikrowelle nimmt.
- Jegliche Speisen und Getränke während oder nach dem Erhitzen gut umrühren, um Temperaturunterschiede auszugleichen.
Zum Temperaturausgleich Speisen gut umrühren (Foto: Johanna Tüntsch)
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- Nach Ablauf der Garzeit die Speisen einige Minuten im Gerät stehen lassen, so verteilt sich die Wärme.
- Auch "Hot Spots" können sich bilden. Das sind heiße Temperaturen in der Mitte eines Gefäßes. Sie entstehen vor allem in hohem, schmalem Geschirr - etwa in Babyfläschchen oder Gläschen. Um die Temperatur gleichmäßig zu verteilen, Babykost gut schütteln oder umrühren, anschließend Temperatur sorgfältig prüfen.
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Welches Geschirr eignet sich?
Die Ausrüstung ist unkompliziert, spezielles Mikrowellengeschirr in der Regel nicht notwendig: Einfache Teller und Schüsseln aus Glas, Keramik, Porzellan oder Steingut erfüllen ihren Zweck ebenso. Zu empfehlen sind große, flache Gefäße. Keinesfalls sollte man Geschirr mit Gold- oder Silberrand verwenden. Dieser könnte sich lösen. Alufolie oder –schalen schirmen Mikrowellen ab. Man kann sie gezielt einsetzen, um Teile eines Lebensmittels vor Überhitzung zu schützen. Alufolie sollte nie die Innenwände des Mikrowellengerätes berühren: Sonst sprühen Funken.
Kann ich ein Mikrowellengerät statt Herd benutzen?
Das größte Manko einer Mikrowelle ist, dass sie weder braten noch bräunen kann. Einige Geräte sind daher zusätzlich mit Grill- oder anderen Backfunktionen ausgestattet. Grundsätzlich nicht gut in der Mikrowelle zuzubereiten sind größere Mengen an Fleisch oder Gemüse, raffinierte Soßen und knusprig braune Kuchen.
Den traditionellen Herd mit Backofen kann das Mikrowellengerät nicht vollständig ersetzen. Mikrowellen eignen sich besonders zum Auftauen, Erwärmen und Garen einzelner Portionen. Stärkehaltige Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln oder Nudeln, die eine lange Kochzeit haben, gelingen besser auf dem Herd.
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Kuchen bleibt in der Mikrowelle blass
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Auorin: Johanna Tüntsch, Köln