Kennzeichnung von Eiern
Wie werden Eier gekennzeichnet?
Damit der Verbraucher beim Einkauf von Eiern eine gezielte Entscheidung treffen kann, benötigt er verschiedene Informationen. Die Regelungen zur Eierkennzeichnung sollen für mehr Klarheit sorgen.
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Durch die Regelungen kann der Verbraucher direkt beim Kauf entscheiden, welche Haltungsform er bevorzugt.
Gemäß den Verordnungen 1907/90/EWG und 2295/2003/EG in ihrer jeweils gültigen Fassung muss die Verpackung von Hühnereiern folgende Angaben tragen:
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- Güte- und Gewichtsklasse
- Haltungsform
- Name, Anschrift und Kennnummer der Packstelle
- Zahl der verpackten Eier
- Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), maximal 28 Tage
- Die Angabe "Verbraucherhinweis: Bei Kühlschranktemperatur aufbewahren"
Bei lose im Einzelhandel angebotenen Eiern müssen die Angaben auf einem Schild neben der Ware angegeben sein.
Lesen Sie dazu unsere Beiträge:
Von der Kontrolle bis zur Verpackung
Güte- und Gewichtsklassen von Eiern
Weitere freiwillige Angaben
Zulässig sind weitere freiwillige Angaben auf der Verpackung:
- Verkaufspreis
- Verkaufsaussagen, sofern sie den Verbraucher nicht irreführen
- Betriebsführungscode des Einzelhandels
- Herkunft der Eier (Erzeugergebiet) und/oder der Hinweis "Ursprung der Eier: siehe Stempel auf dem Ei"
- Legedatum
- Angaben zur Fütterung der Legehennen
- Empfohlenes Verkaufsdatum, maximal 21. Tag nach dem Legen. Die Qualität der Eier ist bis sieben Tage nach diesem Datum bei sachgerechter Aufbewahrung im Haushalt garantiert.
- Bezeichnung "Extra" bzw. "Extra frisch" bis zum siebten Tag nach der Verpackung oder dem neunten Tag nach dem Legen
Kennzeichnung auf dem Ei
In der gesamten Europäischen Union müssen Eier mit einem Erzeugercode gestempelt werden, aus dem die Art der Legehennenhaltung hervorgeht. Eier, die vom Erzeuger selbst auf dem Wochenmarkt verkauft werden, müssen diesen Stempel seit dem 1. Juli 2005 tragen. Ausgenommen bleiben auch dann noch Eier, die auf dem Hof des Erzeugers oder an der Haustür verkauft werden. Freiwillig dürfen die Eier zusätzlich mit Angaben zum Beispiel zu Haltungsform ("Boden", "Freiland", "Käfig"), Gewichts- und Güteklasse oder Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden.
Lesen Sie dazu unseren Beitrag:
Haltung von Legehennen
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Der Stempel
Aus dem Stempel geht hervor:
- Die Art der Legehennenhaltung
- Die Herkunft des Eies (Herkunftsland und Erzeugerbetrieb)
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Der Stempel setzt sich aus verschiedenen Codes zusammen:
- Code für das Haltungssystem:
0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
- Code des Registrierungs-Mitgliedstaates (zum Beispiel):
AT = Österreich
BE = Belgien
DE = Deutschland
IT = Italien
NL = Niederlande
- Identifizierung des Betriebes: Den Betrieben wird eine individuelle Nummer zugeteilt. An diese Kennnummer können weitere Stellen angefügt werden, zum Beispiel für den Stall.
Unter folgender Adresse können Sie einen Erzeugercode eingeben und erfahren so die exakte Herkunft des Eies:
http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/