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Marktbedeutung von Salat

Ist Salat ein typisches Saisongemüse?

Verschiedene Salate in einem Korb
Salate sind sehr beliebt und inzwischen kein reines Saisongemüse mehr (Foto: © denira / Fotolia.com)

Es ist noch nicht so lange her, dass Salate echte Saisongemüse mit typischen Angeboten in der entsprechenden Jahreszeit waren. Heute ist das nur noch bedingt so. Immer häufiger legen die Verbraucher Wert darauf, "ihren" Salat möglichst ganzjährig zur Verfügung zu haben.

Darauf haben sich Erzeuger und Handel immer mehr eingestellt und ihre Angebotszeiträume entsprechend ausgeweitet. Feldsalat gab es zum Beispiel lange Zeit nur im Winterhalbjahr, heute findet man immerhin ein kleines Angebot auch im Sommerhalbjahr.

In Deutschland sehr beliebt

Salate sind außerordentlich beliebt. In Deutschland wurden im Jahr 2012/13 insgesamt 541.000 t Salate verbraucht. Davon machten allein Kopfsalat und Eisbergsalat etwa die Hälfte aus. Pro Bundesbürger waren dies rund 6,6 kg (Quelle: Statistisches Bundesamt, BLE, BMEL, 2014, vorläufige Zahlen). Der Eisbergsalat rangierte im Jahr 2013 auf Platz 7 der meistgekauften frischen Gemüsearten, Platz 1, 2 und 3 belegten Tomaten, Möhren und Zwiebeln (Quelle: AMI, 2014).

Mehr Anbauflächen

Die große Beliebtheit hat dazu geführt, dass in Deutschland im Jahr 2013 auf über 13.314 ha Freiland-Gemüsebaufläche Salat angebaut wurde. Hinzu kommen noch einmal 509 ha Anbaufläche unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern – überwiegend für Feld- und Kopfsalat. Hauptanbaugebiete sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2014). Entsprechend der Beliebtheit bei den deutschen Verbrauchern wird am häufigsten Eissalat angebaut (auf rund 2.431 ha), gefolgt von Feldsalat (2.263 ha), Kopfsalat (1.789 ha) und Lollosalat (1.471 ha).

Typische Freilandkultur

Junge Salatpflanzen auf dem Feld
In Deutschland ist Salat eine typische Freilandkultur (Foto: © focus finder / Fotolia.com).

Salat ist hierzulande eine typische Freilandkultur. Während Kopfsalat, Feldsalat und Salatrauke eher unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern erzeugt werden, sind Radicchio und Chicorée ausschließlich Felderzeugnisse (hier zählen bei Chicorée die Wurzeln, aus denen später die Sprossen für den Verzehr getrieben werden). Im Jahr 2013 betrug die Anbaufläche für Chicoréewurzeln 282 ha, die für Radicchio 286 ha.

Geerntet wurden im Jahr 2013 knapp 338.000 t Salate, davon allein 128.917 t Eissalat. Die aus der Anbaufläche erzielte Erntemenge reicht nicht dazu aus, den Inlandsbedarf zu decken. Der Selbstversorgungsgrad für marktfähiges Gemüse insgesamt – hierunter fallen auch die Salate – ist in Deutschland sehr niedrig und lag im Jahr 2012/13 bei 39,3 %. Die Importe waren entsprechend hoch, in 2011 wurden 324.518 t Salate und Chicorée importiert. Deutschland liegt damit an der Spitze der Salat-Importeure, gefolgt von Kanada und den USA. Die Exporte waren entsprechend gering und lagen 2011 bei 40.392 (Quelle: FAO, 2014). Die meisten Salate werden aus EU-Ländern importiert, insbesondere aus Spanien.

Autoren: Engelbert Kötter, Walldürn-Rippberg, und Heike Stommel, Bonn

Stand: 11.08.2014
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