Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum  |  AGB
Kirschen
ErzeugungVerarbeitungEinkauf und KennzeichnungZubereitung und LagerungGesund EssenVerbraucherschutz

Marktbedeutung von Salat

Ist Salat ein typisches Saisongemüse?

Es ist noch nicht so lange her, dass Salate echte Saisongemüse mit typischen Angeboten in der entsprechenden Jahreszeit waren. Heute ist das nur noch bedingt so. Immer häufiger legen die Verbraucher Wert darauf, "ihren" Salat möglichst ganzjährig zur Verfügung zu haben.


Darauf haben sich Erzeuger und Handel immer mehr eingestellt und ihre Angebotszeiträume entsprechend ausgeweitet. Feldsalat gab es zum Beispiel lange Zeit nur im Winterhalbjahr, heute findet man immerhin ein kleines Angebot auch im Sommerhalbjahr. Wann verschiedene Salate ihre Hochsaison, Hauptsaison und Nebensaison haben, können Sie dem Saisonkalender Salate entnehmen. 
Kopfsalat im Einkaufskorb
Salate sind sehr beliebt und inzwischen kein reines Saisongemüse mehr (Foto:
©
KLIK1@K/PICTURES - Fotolia.com). 

 

 

In Deutschland sehr beliebt

Salate sind außerordentlich beliebt. In Deutschland werden pro Jahr insgesamt 3,84 Millionen Tonnen Salate verbraucht, Verluste und geringe Exporte mit eingerechnet. Im Jahr 2006 haben 85,4 Prozent der Haushalte Salate gekauft, bei einem Durchschnittspreis von etwa 2,20 Euro pro Kilogramm. Jeder Privathaushalt verzehrt jährlich rund 6,5 Kilogramm Salat, allen voran Eissalat und Kopfsalat.

Tabelle: Einkaufsmengen Frischgemüse privater Haushalte 2006

 

Salattyp  Kiloramm pro
100 Haushalte 
 
Salattyp  Kilogramm pro
100 Haushalte  
 
Eisbergsalat 

 315,1 

Lollo Rossa  

  16,3 

Kopfsalat gesamt

 96,3 

Eichblattsalat 

  12,4 

   Grüner Kopfsalat  

  94,1  

Rucola

 4,4 

   Roter Kopfsalat   

 2,3  

Mangold

 3,0 

Chicorée

 66,8  

Radicchio

 2,5 

Endivien/Friséesalat  gesamt

 29,0  

Bataviasalat 

 1,7 

   Endivien  

 25,3  

Zuckerhutsalat 

 0,7 

   Friséesalat  

 3,7  

Löwenzahn 

 0,7 

Salatherzen 

 24,1  

Bindesalat 

 0,1 

Feldsalat

 30,5  

Sonstige Salatgemüse

 6,8 

Salat-/Blattgemüse insgesamt    

 655,3 

 

Quelle: GfK im Auftrag der ZMP, 2005/2006

 

Die große Beliebtheit hat dazu geführt, dass in Deutschland auf über 12.500 Hektar Gemüsebaufläche Salat angebaut wird (siehe Tabelle "Anbauflächen" auf dieser Seite). Hauptanbaugebiete sind Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Besonders beliebt sind Eissalat, Kopfsalat und Lollo-Salate, aber auch Feldsalat. Dennoch betrug der Anteil von Kopfsalat im Jahr 2005 nach Fläche nur 4 % am gesamten Freilandgemüsebau in Deutschland (insgesamt 91.500 Hektar). Zum Vergleich: Der Anteil von Eissalat betrug 5 %, von Spinat 4 % und von Möhren 11 %. Nach Menge waren dies bei Kopfsalat 2 %, bei Eissalat 5 % und - zum Vergleich - bei Spinat 3 % und bei Möhren 19 % von 2,7 Mio. Tonnen insgesamt.

 

Typische Freilandkultur

 

Salatfeld
In Deutschland ist Salat eine typische Freilandkultur (Foto: © focus finder - Fotolia.com).
Salat ist hierzulande eine typische Freilandkultur. Während Kopfsalat, Feldsalat und Salatrauke eher Unterglas erzeugt werden, sind Radicchio und Chicorée ausschließlich Felderzeugnisse (hier zählen bei Chicorée die Wurzeln, aus denen später die Sprossen für den Verzehr getrieben werden). In 2005 betrug die Anbaufläche von Kopfsalat gerade einmal 160 Hektar, die von Feldsalat 262 Hektar.

Anbauflächen von Salaten im Freiland (in Hektar)

Salattyp / Jahr 

2000 

2001 

2002 

2003 

2004 

2005 

2006 

Kopfsalat  

3.263

2.993 

3.017 

2.918 

3.009 

3.228 

2.623

Lollo-Salate

772

 623

 644

 663

 985

901 

 1.078

Eichblattsalat             

 759

Romanasalat             

 627

Eissalat 

 4.018

 4.031

 4.596

 4.519

 4.901

 4.260

 4.289

Endivien 

 402

 431

 352

 430

 408

 425

 483

Feldsalat *

 1.692

 1.772

 1.535

 1.588

 1.891

 1.796

 1.777

Chicorée 

 266

 314

 257

 274

 249

325

 340

Radicchio 

 241

 216

 235

 205

 253

 265

 246

Rucola             

 463

Summe aller Salate in 2006             

12.685

 

*Feldsalat bis 2000 geschätzt; Quelle: Statistisches Bundesamt, ZMP, 2006


Erntemengen von Freilandsalaten (1.000 Tonnen)

Salattyp / Jahr 

2000

 2001

 2002

 2003

2004

2005

2006

Kopfsalat 

 82

 77

 79

 74

 83

 90

 75

Lollo-Salate             

 26

Eichblattsalat            

19

Romanasalat             

 13

Eissalat 

 91

 90

 116

 105

 146

 125

 109

Endivien         

 12

 12

 14

Feldsalat 

 16

 16

 15

 14

 17

 16

 16

Radicchio             

 6

Rucola             

 8

 

Quelle: Statistisches Bundsamt, 2006

 

Die aus der Anbaufläche erzielte Erntemenge (siehe hier in derTabelle) reicht nicht dazu aus, den Inlandsbedarf zu decken. Der Selbstversorgungsgrad für Salat lag in Deutschland im Jahr 2005 bei 53,8 Prozent. Im Jahr 2000 waren es noch 40,2 Prozent. Somit stehen einer zunehmenden Inlandsproduktion in 2006 von 2,7 Millionen Tonnen Importe der gleichen Menge gegenüber. Deutschland exportiert mit 0,6 Millionen Tonnen vergleichsweise wenig Salat.

Die wichtigsten Importländer für Eis- und Kopfsalate sind in 2006 Spanien (55.661 t), Belgien (28.293 t), die Niederlande (12.764 t), Italien (10.705 t) und Frankreich (3.719 t).

Chicorée (insgesamt 17.731 t Import) wird hauptsächlich aus Frankreich (11.644 t) und den Niederlanden (4.859 t) importiert, Endivien (insgesamt 24.108 t Import) in erster Linie aus Italien (9.931 t), den Niederlanden (5.975 t) und Frankreich (5.216 t).


Autor: Engelbert Kötter, Walldürn-Rippberg

Stand: 14.08.2008
Link zum Medienshop; Link öffnet im neuen Fenster

Titelblatt: GemüseGemüse (Heft)

... mehr

Titelblatt: Obst und Gemüse nach der Ernte - Frische - Qualität - SicherheitObst und Gemüse nach der Ernte - Frische - Qualität - Sicherheit (Heft)

... mehr

Titelblatt: aid-Saisonkalender Obst und Gemüse, Posteraid-Saisonkalender Obst und Gemüse, Poster (Poster)

... mehr

Medienkatalog 2014

Katalog

online blättern

per Post

Sammelabo

Nur nichts verpassen! Das Sammelabo Neuerscheinungen für aid-Hefte... mehr